Ladegrafik
Kontakt
cross dimensional manufacturing
Ein gelber Industrieroboterarm hält zwei durch blaue Kabel verbundene Greifer und positioniert sich über einer geschlitzten Metallplattform inmitten von Automatisierungsanlagen und Drehtellervorrichtungen in einem hellen Fabriklabor.

Sonova mit Hauptsitz in Stäfa in der Schweiz ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um das Thema Hören. Die Vision des Unternehmens ist einfach: eine Welt, in der es für jeden Hörverlust eine Lösung gibt und in der alle Menschen gleichermaßen die Freude des Hörens erfahren können. Zur Herstellung und Verpackung eines Cerumenfilterschutzes für Hörgeräte steht Sonova eine Komplettlösung aus dem Hause toolcraft zur Verfügung. Dafür arbeiten die Experten aus Spritzguss und Formenbau sowie Robotik eng zusammen. Dabei stellen sie das ganze Spendersystem inklusive acht Filter her. Das Spendersystem besteht aus drei Außenteilen (Bottom, Top und Label). Im Bottom sind die Filter eingesetzt. Zusätzlich gibt es noch einen Massenspeicher. Hier sind ebenfalls Filter eingesetzt, die in der Montagelinie bei Sonova zur Erstbestückung des Hörgerätes verwendet werden.

EINGESETZTE Technologien:

Kunde:

Sonova Holding AG
www.sonova.de

Die Ausgangslage:
Design follows process

Der verwendete Filter kann vom Hörgeräteträger selbstständig ausgetauscht werden. Somit erhöht sich die Langlebigkeit des Hörgerätes, die Hörakustik wird gesteigert sowie die Handhabung erleichtert. Das erste Design der Cerumenfilter und des Spendersystems musste hinsichtlich Herstellbarkeit und Verarbeitung in der Automation in enger Abstimmung mit dem Kunden überarbeitet werden. Neben der vollautomatisierten Produktion stand auch die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Bei der Konzipierung und dem Bau der Anlagen lag der Fokus auf einer hohen Genauigkeit und Präzision der einzelnen Komponenten. Der eigentliche Filter ist kleiner als ein Granulatkorn und wird mittels Mikrospritzguss hergestellt. Seine filigrane Konstruktion ermöglicht einen längeren Produktlebenszyklus.

Die Herausforderung:
Kleinstteile ganz groß herausbringen

Die größte Herausforderung lag in der Herstellbarkeit des Werkzeuges sowie im Handling der Filter während der Fertigung. Dafür waren die langjährige Erfahrung und Expertise der Konstruktion, des Formenbaus im Kleinstteilebereich, der Robotik sowie des Spritzgusses notwendig. Die Konzipierung der Automation stellte eine besondere Herausforderung bezüglich des Greifens und Handlings der Teile dar. Die Bauteilprüfung mittels Kamera und Lasermikrometertechnik sowie die Belaserung der Verpackungsbauteile in der vorgegebenen Taktzeit erforderte weitreichende Kenntnisse in der Prozessentwicklung sowie Kamera- und Lasertechnik. Auch die Lieferzeit war sehr eng bemessen und Materialänderungen während des Projektes machten es erneut spannend. Schließlich wurden verschiedene Materialien gewählt. Das Unterteil (Bottom) besteht aus SAN, das Oberteil (Top) sowie die Massenspeicherverpackung aus ABS und das Label aus PS. Im Laufe der Fertigung der Filter wurde das Material auf POM mit Glasfasern geändert. Dies führte zu weiteren Herausforderungen bei der Entformung und Anbindung sowie beim Handling der Bauteile mittels Roboter, wie die Vereinzelung und Prüfung.

Die Vorgehensweise:
Perfekt kombiniert

  • Zusammenstellung eines Projektteams aus Formenbau, Robotik und Spritzguss
  • Machbarkeitsstudie der Kunststoffbauteile in Bezug auf Werkzeug, Spritzgießen, Greiftechnik sowie Vereinzelung im Automationsprozess
  • Design-Abstimmung mit dem Kunden und Optimierung der Geometrie
  • Konzepterstellung für Herstellung, Entnahme und Handling der Bauteile und Simulation per VR-Brille
  • Konstruktion des Werkzeuges und gleichzeitiger Bau der Automation
  • Verheiratung der einzelnen Komponenten und Inbetriebnahme  
  • Gleichzeitiger Aufbau einer zweiten Fertigungslinie
  • Kontinuierliche Qualitätssicherung durch stichprobenartige CT-Vermessung

Das Ergebnis:
Klangvolle Welt

Durch den bereits feststehenden Serienstart-Termin für die neue Hörgeräte-Generation und aufgrund von Material- und Designänderungen während des Projektes mussten einige Herausforderungen gemeistert werden. Diese hat das Projektteam zusammen mit dem Kunden mit Bravour gemeistert. Der hohe Zeitdruck führte auch dazu, dass parallel zur ersten Anlage die zweite Anlage projektiert wurde und ebenfalls in Serienfertigung ging. Im Verbund mit einem sehr guten Lieferantennetzwerk und dem Ausbau der eigenen Expertise für Spritzgussautomation ist toolcraft ein Projekt gelungen, das Seinesgleichen sucht. Seither laufen die Filtersysteme vollautomatisiert vom Band und sorgen im neuen Hörgerätesystem für eine klangvolle Welt.

Mediathek

Jetzt unmittelbare Eindrücke von unserem Leistungsvermögen holen! 

Zum Laden des YouTube Videos bitte hier klicken. Durch das Laden von eingebetteten Videos werden Daten an YouTube übermittelt. Weitere Informationen können unserer Datenschutzerklärung entnommen werden.

Vollautomatische Produktion von Spritzguss-Kleinstteilen

Zwei Computermonitore zeigen ein 3D-CAD-Modell und technische Zeichnungen; ein Ingenieur sitzt an einem Schreibtisch in einem hellen Büro und bedient Tastatur und Maus. Auf beiden Monitorrahmen ist der Schriftzug „ViewSonic“ zu sehen.

Zwei Dell-Monitore zeigen technische 2D-Zeichnungen und ein farbiges 3D-Maschinenmodell; Schreibtisch mit Tastatur, schnurlosem Handgerät, Laptop und hellem Bürofenster im Hintergrund.

Schriftzug: „Dell“ (auf den Monitorrahmen).

Eine automatisierte Montagelinie befindet sich in einer hellen, sauberen Fabrikhalle; Förderbänder und geschlossene Arbeitsstationen transportieren und bearbeiten Bauteile, während Behälter und ein Arbeiter inmitten von Industrieanlagen die Maschinen bedienen.

Ein orangefarbener Industrieroboterarm fährt mit einem Greifer in den offenen Schaltschrank einer Spritzgießmaschine und manipuliert Kabel und Bauteile in einer gläsernen Fertigungszelle; ein vertikaler Sensor zeigt „SICK“ an.

Ein doppelter Roboter-Greifer manipuliert kleine elektronische Bauteile auf einer Aluminium-Werkbank, die über blaue pneumatische Schläuche miteinander verbunden sind, innerhalb einer hellen automatisierten Montagelinie mit Förderbändern und einem Drehförderer.

Zwei gelbe Roboterarme greifen kleine runde Bauteile und platzieren sie auf einer rotierenden weißen Vorrichtung in einer automatisierten Fertigungszelle, die von Förderbändern, Behältern und Maschinengestellen umgeben ist. Text: „Stäubli“ (auf gelben Roboterarmen).

Zwei schwarze Kunststoffteile: ein rundes Zifferblatt mit den Markierungen „1“ und „2“ und gebogenen Pfeilen sowie ein gestapeltes rechteckiges Modul mit vielen kleinen Metallstiften; beide auf weißem Hintergrund.

Sichtbarer Text: „1“, „2“

Ihre Pacemaker für high-end-präzisions-Bauteile

Als Forschungs- und Entwicklungspartner eröffnen wir Ihnen neue Perspektiven und Marktchancen. 
Lernen Sie unseren branchenweit einzigartigen Beratungs- und Fertigungsstandard in der Fertigung von Präzisionsbauteilen kennen!

Fordern Sie uns noch heute mit Ihren Projekten heraus! 

Anfragen

Telefon +49 9175 7907–0

Thomas Lender

Thomas Lender

Bereichsleiter Spritzguss

Andreas Bauer, Bereichsleiter Robotik

Andreas Bauer

Bereichsleiter Robotik

Daniel Distler, Bereichsleiter Robotik

Daniel Distler

Bereichsleiter Robotik

Christoph Wechsler, Bereichsleiter Formenbau

Christoph Wechsler

Bereichsleiter Formenbau