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Reinigen von 3D-gedruckten Bauteilen

toolcraft setzt auf Solukon-Maschine

Seit 2011 fertigt toolcraft 3D-gedruckte Bauteile aus Metall. Die Technologie hat sich seither vom Rapid Prototyping zum anerkannten Fertigungsverfahren entwickelt. Damals mit einer Anlage gestartet, stehen heute bereits neun Maschinen zur Verfügung. Von der Konstruktion und Simulation über den Druck und die zerspantechnische Nacharbeit bis zum optischen, taktilen und zerstörungsfreien Prüfen deckt toolcraft die komplette Prozesskette ab. Einige Prozesse konnten bislang automatisiert und dadurch prozesssicher gestaltet werden. Ein wichtiger Prozessschritt stellt die Entpulverung bzw. Reinigung der Bauteile dar. Nach der Herstellung befindet sich das fertige Bauteil im Bauzylinder, bedeckt von Pulver. Dieses wird zunächst in der Entpackstation entfernt und zur Wiederaufbereitung dem Pulverkreislauf erneut zugeführt. Jedoch befindet sich gerade in innenliegenden Hohlräumen und komplexen Geometrien häufig Restpulver, das bisher aufwendig händisch entfernt werden musste. Seit kurzem greift toolcraft hierfür auf die Lösung von Solukon zurück. Die SFM-AT800-S mit intelligenter Software von Siemens dreht mit ihren zwei Achsen vollautomatisiert die Bauplatte und vibriert dabei, wodurch das Pulver herausrieselt. Die Bewegung der Achsen kann programmiert werden, wobei Anwender verschiedene Bauteilstellungen abspeichern können und die Software diese auch miteinander verknüpft. Zudem kann über die gesicherten Handschuheingriffe ein Bediener eine manuelle Reinigung mit Inertgas oder Druckluft vornehmen. Früher nutzte toolcraft ein Verfahren, bei dem das Pulver ähnlich wie beim Sandstrahlprozess entfernt wurde. „Das Pulver konnten wir nicht wiederverwenden“, sagt Uwe Schulmeister, Bereichsleiter Metall-Laserschmelzen. Das während der Reinigung freiwerdende Pulver fällt direkt und unverändert in einen Trichter am Boden der Prozesskammer, von wo es über ein Doppelventilsystem kontaminationsfrei in Behälter ausgeschleust wird. Da toolcraft auch ein eigenes Materiallabor besitzt, kann die Qualität des Pulvers vor Ort überprüft werden. Den ganzen Bericht in der MM Maschinenmarkt lesen Sie hier. (Autorin: Simone Käfer)